Dienstag, 22. August 2017

Hausgeburt - Ankunft unseres dritten Babys - TEIL 2

Punkt halb vier steht sie voll bepackt vor unserer Türe. Ich muss sagen, dass ich mich bis dato absolut nicht unsicher oder alleine fühlte, aber ihre Anwesenheit rundet alles irgendwie noch einmal ab und lässt die Situation richtig vollkommen wirken. Zunächst einmal packt sie ein paar Dinge auf dem Tisch aus und bereitet das CTG vor. Dann lege ich mich auf die Couch und lasse mich von ihr untersuchen. Voller Spannung, Neugierde und sicherlich auch Hoffnung, sehe ich sie an und warte auf das von ihr ausgesprochene Ergebnis. Und tatsächlich, der Muttermund ist bereits 6-7cm geöffnet, was mich total überrascht und natürlich mächtig erfreut. Mit solch einem Befund rechnete ich wirklich nicht. Sie sagt außerdem, dass die Fruchtblase schon unheimlich prall ist und sicher bald springen wird.
Unsere Hebamme legt mir nun das CTG an. Unserem Baby geht es auch unter der Geburt bestens. Die Wehen sind nun sehr schmerzhaft, so ganz genau erinnere ich mich daher auch gar nicht mehr, wo ich die nächsten Minuten meine Wehen eigentlich veratme. Ich bitte meinen Mann, etwas Musik anzustellen. Dabei ist es mir ganz egal, welche Musik er anmacht. Nur die absolute Stille zwischendrin gefällt mir gerade nicht. Kurz darauf laufen Songs von Coldplay in unserem Wohnzimmer.

Es ist Punkt 4:00 Uhr, meine Fruchtblase springt. Ich bin mir sicher, es wird nun nicht mehr lange dauern, bis der Muttermund vollständig geöffnet ist. Ich habe noch immer ausreichend Kraft und Energie, ich denke wiederholt an den „großen Moment“ und freue mich unheimlich darauf. Ich bin weiterhin sehr ruhig. Die Mädels schlafen im Übrigen durchgehend tief und fest. Es ist kein einziger Laut zu hören. Für den Fall, dass doch jemand kurz wach wird, würde mein Mann kurz hochgehen, beide Kinder würden nach kürzester Zeit wieder einschlafen. Dazu kommt es in dieser Nacht aber gar nicht erst. 
Um 4:20 Uhr untersucht meine Hebamme mich noch einmal und stellt nun die komplette Öffnung des Muttermunds fest. Nun vergehen noch 2 oder 3 Wehen und ich habe das Bedürfnis, meinem Baby ab sofort zielgerichteter nach draußen zu verhelfen. Da sind sie also, die Presswehen. Was anfangs noch erleichternd ist, wird nach wenigen Wehen dann unglaublich schmerzhaft. Es fühlt sich an, als würde es einfach anatomisch nicht passen. Dies ist die für mich schlimmste Phase der Geburt, so war es bei allen Dreien. Es spannt und drückt, es fühlt sich einfach nach Zerreißen an. Trotzdem konzentriere ich mich und schiebe in jeder Wehe kraftvoll und ruhig mein Baby nach unten. Als die Hebamme auf mein Nachfragen dann sagt „Noch maximal 5 Wehen und er ist da!“, bin ich mehr als motiviert, noch weiter durchzuhalten. Mein Mann ist unentwegt an meiner Seite, er sitzt bei mir und ist ganz ruhig, berührt mich aber stets. Unsere liebe Hebamme findet unterdessen immer wieder lobende Worte für mich. Beides tut gut.

Ich erinnere mich noch daran, dass ich – wie bei allen Geburten – unterdessen dachte, dass diese Geburt ganz ganz 100%ig die Letzte sein wird und das ich diesen Schmerz kein viertes Mal erleben möchte.

Mir ist auch in dieser Phase der Geburt bewusst, dass wir in unserem Zuhause, im heimischen Wohnzimmer sind und es fühlt sich einfach gut an. So viel Geborgenheit, Ruhe und Wohlgefühl wäre für mich an keinem anderen Ort spürbar. Unter den letzten Presswehen bin ich nicht mehr komplett still, aber auch nicht unheimlich laut. Es fällt natürlich auch der obligatorische Satz „Ich kann nicht mehr!“. Noch während ich ihn ausspreche, erinnere ich mich daran, dass es nach diesem Satz nicht mehr lange dauern wird. Ich besinne mich noch einmal in der Wehenpause, schließlich kann ich bereits die Haare unseres Jungen fühlen, das gibt noch mal Kraft. In Gedanken wieder bei dem allerschönsten bevorstehenden Moment, schiebe ich noch 2, 3 Mal so fest es geht. Höllische Schmerzen, die man auch nach der dritten Geburt einfach nicht beschreiben kann.

Doch dann ist es geschafft, das kleine Köpfchen ist geboren. Es fasst sich ganz warm und weich an, die vielen Haare lassen mich schon lächeln, obwohl ich weiß, dass es noch nicht ganz geschafft ist. Ich signalisiere meiner Hebamme, dass ich es nun ganz alleine machen möchte. Kurz darauf merke ich auch schon, dass die nächste Wehe kommt. Ich halte kniend das klitzekleine Köpfchen fest, drücke und spüre, wie der kleine Körper geboren wird. Ich fange ihn auf, nehme ich sofort hoch auf meinen Arm und schaue meinen von Emotionen überströmten Mann an. Wir küssen uns, der kleine Junge schreit und wir sind einfach nur glücklich. Es ist 4:39 Uhr, da ist er, dieser Moment. Dieser so unbeschreibliche Moment, auf den wir nun so lange warteten. Dieser magische Augenblick, den ich mir in den letzten Minuten so hart erarbeitete. Das kleine Löwenbaby liegt auf meiner Brust. Endlich können wir ihn berühren, ihn küssen, endlich wissen wir, wie er ausschaut. Es ist unbeschreiblich. Unbeschreiblich und so wunderbar gemütlich.


Das Foto entstand wenige Stunden nach der Geburt.

Die Situation zu Hause ist so viel anders als bei den Mädchen in der Klinik. Es gibt kein grelles Licht, keine fremden Ärzte, es gibt nur uns 3 und unsere Hebamme. Wir haben alle Zeit der Welt. Ich hätte mich an keinem Ort wohler fühlen können.
Bevor mein Mann die Nabelschnur durchtrennt, lassen wir sie natürlich auspulsieren. In einem passenden Moment nehme ich meine Hebamme in den Arm und drücke ihr einen Kuss auf die Wange. Noch vollkommen gefesselt von allem bedanke ich mich für dieses unvergessliche Erlebnis an ihrer Seite.

Ohne diese uns bereits sehr vertraute Person wäre es einfach nicht so gewesen, wie es war. Es war einmalig und es war trotz aller Schmerzen einfach absolut schön.

Irgendwann macht mein Mann es mir auf der Couch gemütlich, er legt Kissen, Handtücher und Decken auf das Sofa, so dass ich mich mit dem Kleinen gemütlich einkuscheln kann. Kurz darauf wird eine entstandene Geburtsverletzung durch unsere Hebamme versorgt. Im Wohnzimmer sind längst alle Spuren einer Geburt beseitigt worden. Es muss etwa 6:30 Uhr sein, als wir nun wissen wollen, wie groß und schwer unser Sohn denn nun tatsächlich ist. Groß und schwer, daran gab es in den letzten Wochen keine Zweifel mehr. Wir waren alle drei gespannt und tatsächlich, mein drittes Baby knackt die 4Kg-Marke. Stolze 4390g bringt er auch die Waage. Außerdem ist er nach 51cm und 53cm auch das Längste der Babys, denn er misst ganze 55cm. Dennoch wirkt er für uns einfach nur winzig klein, ein Neugeborenes eben. Er sieht für mich auch nicht größer oder kräftiger aus als die Mädchen nach ihren Geburten. Viel wichtiger, er ist kerngesund und meistert seine U1 – vorgenommen durch die Hebamme - mit Bravour. Wunderbar. Auch das Anlegen an die Brust klappt super. Er weiß von Anfang an, wie es geht. Kurz nach 7:00 Uhr verabschiedet sich unsere Hebamme. Wir liegen auf der Couch, schauen gemeinsam unseren Sohn an und warten darauf, dass die Mädchen aufwachen.




Um kurz nach 8:00 Uhr kommt das Schulmädchen ins Wohnzimmer gestolpert. Sie kann ihr Glück kaum fassen, hatte sie doch seit Tagen jeden Morgen nachgeschaut, ob ihr kleiner Bruder geboren ist. Sie kuschelt sich direkt zu mir auf die Couch und fragt als erstes nach dem Namen, den wir bis heute tatsächlich eisern für uns behalten haben. Sie findet ihn toll und ist mehr als zufrieden mit unserer Auswahl.

Um 9:15 Uhr wacht dann auch die kleinste Lady aus ihrem Schönheitsschlaf auf. Der Papa holt sie herunter und trägt sie auf dem Arm ins Wohnzimmer. Noch etwas verschlafen erblickt sie das kleine schlafende Bündel in meinem Arm. Ganz schüchtern grinst sie und signalisiert wortlos, dass sie zu mir möchte. Sie krabbelt zu uns und streichelt ganz vorsichtig das kleine Köpfchen.    

Endlich. Wir sind vollständig und können das erste Mal ganz gemütlich zu fünft auf der Couch frühstücken. E fühlt sich ein bisschen wie das Schweben in einer riesigen Glücksblase an.

Wenn es nun für den einen oder anderen unvorstellbar ist, dass es durchaus schöne Geburtserlebnisse gibt, so sage ich euch: Ich kann es nachfühlen, dass dieser Gedanke absurd sein kann. Nach meiner ersten Geburt hätte ich es mir ebenfalls niemals nie vorstellen können. Aber glaubt mir und den vielen anderen Mamis, denen es ebenfalls so erging. Es kann durchaus sehr, sehr schön sein, trotz der wirklich starken Schmerzen. Es ist eben nur von vielen äußeren und inneren Umständen abhängig.


Immer wieder würde ich mich heute für diese Hausgeburt entscheiden. Natürlich immer nur dann, wenn aus gesundheitlichen Gründen nichts dagegen spricht und die Schwangerschaft so verläuft, dass es aus Sicht der Hebamme das OK gibt. 

Für uns jedenfalls werden diese so kostbaren Stunden für immer unvergessen bleiben.

Montag, 21. August 2017

Hausgeburt -Ankunft unseres dritten Babys - TEIL 1

Bevor ich mit meinem Geburtsbericht beginne, möchte ich vorweg noch etwas dazu sagen. Solch ein Bericht über dieses so persönliche, intime Erlebnis, der Geburt eines Kindes, gab es hier ganz bewusst noch nie. Da wir uns dieses Mal aber für diese ganz besondere Hausgeburt entschieden haben und ich sie als so viel schöner empfand, möchte ich euch unbedingt teilhaben lassen. Einfach, um mitzuteilen, wie normal und wie wunderbar es ist, zu Hause sein Baby zu bekommen. Ich habe bewusst nicht jedes Detail beschrieben. Alles, was ich also preisgeben möchte, ist im folgenden Text erwähnt. Nun aber viel Freude und hoffentlich etwas Gänsehaut beim Lesen meiner Zeilen. Für uns ist dieser Beitrag eine ganz tolle Erinnerung an diesen so unvergesslichen Tag bzw. an diese eine so besondere Nacht.

Es ist der 11.August 2017 – 5 Tage nach dem voraussichtlichen Entbindungstermin kommt unsere liebe Hebamme wieder einmal zur Vorsorge zu uns nach Hause. Sie schreibt ein CTG, welches mein Gefühl bestätigt, dass es unserem kleinen Sommerjungen ausgezeichnet geht.
Es ist Freitagvormittag. Die Mädchen spielen im Zimmer der Großen Planmobil. Für sie sind die Hebammenbesuche inzwischen schon langweilige Routine geworden. Auch der Papa, der schon gar nicht mehr mit dem Auszug seines ersten Sohnes rechnet, wühlt im Obergeschoss des Hauses herum und macht Ordnung. Meine Hebamme und ich plaudern noch etwas, ich bekomme einige Globulis und wir verabreden uns erneut für Sonntag. Irgendwie gehen wir alle davon aus, dass ich auch in der darauffolgenden Woche noch mit meinem Babybauch herumlaufen werde.
Wir beschließen spontan, uns gegen Mittag direkt auf den Weg nach Rostock zu machen. Zu Hause sitzen und auf das Baby warten, lässt die Tage nur noch langsamer vergehen, so dass wir also die letzten 2 Wochen nahezu täglich etwas Schönes zusammen unternommen haben.

In Rostock wartet die Hanse Sail, ein maritimes Volksfest. Bei gefühlt herbstlichen Temperaturen lässt es die Herzen beider Mädchen höher schlagen. Mutzen, Zuckerwatte und Kinderkarussells so weit das Auge reicht. Wir verbringen also die nächsten Stunden auf der glücklicherweise nicht überfüllten Veranstaltung. Zwischendrin sitzen wir mal und essen oder trinken etwas, grundsätzlich waren wir aber schon sehr lange auf den Beinen. Ich habe ständig einen harten Bauch, nichts Neues. Es sind Übungswehen, die mich seit Wochen täglich begleiten.




Gegen 17:30 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Hause. Als Abschlusshighlight bekommen die Schwestern noch ihren Wunsch nach einem Heliumballon erfüllt. So schiebe ich also die kleine Schwester bergauf in Richtung Tiefgarage. Am Buggy fliegt ein fest gebundener „Mascha und der Bär-Ballon“, Papa und die Große laufen neben uns mit einem noch wesentlich größeren Ballon.

Nachdem alles verladen und alle Kinder an ihrem Platz sind, fahren wir los in Richtung Heimat. Im Auto spüre ich ziemlich schnell, dass die vermeidlichen Übungswehen unangenehmer werden und huch, irgendwie auch regelmäßig. Ich schaue ab und an auf die Uhr und erzähle meinem Mann, dass ich alle 7, 8 Minuten ganz leichte Wehen verspüre. Er ist wie immer tiefenentspannt, so dass auch ich es irgendwie nicht wirklich ernst nehmen kann. Ich meine, wenn es tatsächlich losgeht, werde ich es kaum verpassen.

Auf der einstündigen Heimfahrt beschließen wir dann, Abendessen aus einem griechischen Restaurant mitzunehmen. Gesagt, getan. So sitzen wir also kurz nach 19 Uhr auf der heimischen Couch und essen gemeinsam. Die Wehen sind nach wie vor da, so dass ich mir vornehme, am späten Abend ein Bad zu nehmen. Aber erst sollen die Mädels schlafen. Da sich unsere Familie im Urlaubs-/Ferienmodus befindet, ist mir bewusst, dass es spät werden wird. So liege ich also erst gegen 22:30 Uhr in der Badewanne. Beide Kinder schlafen und auch der Papa ist schon kurz davor, sich in den Tiefschlaf zu verabschieden.  

Ich bin irgendwie innerlich so ruhig, dass ich auch gar nicht mehr so wirklich auf die Abstände achte. Die Wehen sind weiterhin sehr leicht, aber sie kommen eben immer wieder. Ich bleibe wohl 10-15 Minuten in der Badewanne und lege mich anschließend ins Bett. Zu diesem Zeitpunkt bin ich unsicher, ob es wirklich losgehen wird, dabei wünsche ich es mir so sehr.

Mein Mann schläft dann doch erst kurz vor Mitternacht ein und ich spüre etwa 30 Minuten nach dem Bad, dass die Wehen nun vereinzelnd doch stärker werden. Ich erinnere mich an die Worte meiner Hebamme und versuche ebenfalls, noch mal einzuschlafen, um Kräfte zu sammeln. Dies gelingt mir kurz nach meinem Mann, also kurz nach null Uhr.

***   ***   ***

Um 1:40 Uhr werde ich von einer schmerzhaften Wehe geweckt. Nun gibt es für mich keine Zweifel mehr. Ich weiß, dass wir ganz bald unseren Löwenjungen im Arm halten werden. Er hat sich also tatsächlich dazu entschlossen, sich nun auf den Weg zu uns zu machen.

Ich schleiche mich leise aus dem Schlafzimmer und lege alles auf die Treppe, was ich für unsere geplante Hausgeburt bereits rausgesucht hatte.  (... u.a. ein paar Handtücher, Wickelunterlagen etc.)

Ich muss an dieser Stelle mal einschieben, dass eine Haugeburt noch bei meiner zweiten Tochter für mich niemals in Frage gekommen wäre. Obwohl ich damals schon dieselbe Hebamme hatte, war es gedanklich ausgeschlossen. Es war so absurd, irgendwie ganz weit weg und auf gewisse Art und Weise auch richtig komisch. Ich kann also vollkommen verstehen, wenn man diesen Komplex als fremd oder gar kurios empfindet, da es mir jahrelang genauso ging. Lässt man sich jedoch darauf ein, versteht und erkennt Beweggründe, ist es plötzlich vollkommen absurd, bei einer komplikationslosen Schwangerschaft in ein Krankenhaus zu fahren, um sein Kind zu gebären. So geht es mir jedenfalls heute. Ich finde es sehr schade, nicht schon früher diese Gedankengänge gehabt zu haben.

Zurück zur Nacht, in der ich gegen 2:00 Uhr alle 5 Minuten eine schmerzhafte Wehe wahrnehme. Die Wehen sind zweifelsohne unangenehm, aber noch immer absolut erträglich und lassen mich weiterhin alles vorbereiten. Für viele klingt das nun vermutlich absurd, aber ich hatte mir für die Geburt kein altes, weites Shirt o.Ä. herausgesucht, sondern ein schwarzes von mir geliebtes Jerseykleid, hübsch und gemütlich zugleich. Ich wusste einige Tage zuvor sofort, dass es dieses Kleid sein soll, als ich einen Blick in meinen Kleiderschrank warf. Ich muss gerade selbst so schmunzeln, da ich andere für solch ein Verhalten vor zwei Jahren noch belächelt hätte. Aber es fühlt sich nun absolut richtig an. Der Gedanke, nächsten Sommer in dieses Kleid zu schlüpfen und an diesen einen wundervollen Moment erinnert zu werden, ist in meinen Augen einfach zu schön. Ja, auf diesen Moment freue ich mich schon jetzt, wenngleich er sicher auch von Wehmut begleitet sein wird. 




Angst vor der Geburt habe ich an diesem Abend bzw. in der Nacht zu keinem Zeitpunkt. Kurz nach 2:00 Uhr wecke ich meinen Mann. Er sagte im Nachhinein, dass er beim Aufstehen noch immer nicht so wirklich an eine bevorstehende Geburt glaubte.

Ich hatte mir im Vorwege so viele Gedanken gemacht, wo genau ich im Haus wohl mein Kind auf die Welt bringen möchte, manchmal viel zu viele. Denn alles kam genau, wie meine Hebamme es vorhersagte. Es fügt und findet sich einfach. Man muss gar nicht viel „planen“ vorher, eine Geburt ist einfach nicht planbar. Unter der Geburt ändert sich so vieles. Wünsche und Vorstellungen, die man während der Schwangerschaft hatte, können komplett verschwunden sein, weil sie sich einfach nicht mehr richtig anfühlen.


Wir machen uns noch kurz frisch, nehmen alles an uns, was ich parat gelegt habe und gehen nach unten in unser Wohnzimmer. Dort schalten wir ein gemütliches Licht und sogar noch den Fernseher ein. Die Abstände der Wehen liegen um kurz vor halb drei nur noch bei 3-4 Minuten. Der Schmerz wird stärker, so dass mein Mann mir in jeder Wehe den unteren Bereich im Rücken massiert. Das hilft ungemein. Ich laufe im Wohnzimmer auf und ab. Kommt eine Wehe, stütze ich mich auf einem Regal ab und konzentriere mich auf meine Atmung. Dabei bin ich absolut still, nur das Ausatmen ist minimal zu hören. Kurz vor 3:00 Uhr sage ich meinem Mann, dass ich wohl in Kürze die Hebamme anrufen werde. Aber irgendwie empfinde ich die Wehe als nicht schmerzhaft genug im Vergleich zu beiden Geburten davor, auch wenn das jetzt komisch klingt. Daher ziehe ich es auch in Betracht, dass die Hebamme kommt und sich am Befund wenig bis gar nichts getan hat. Sprich, dass der Muttermund wenig bis gar nicht geöffnet ist. Ich bin mir unsicher, was das betrifft. Als der Abstand zwischen den Wehen um kurz nach drei dann nur noch bei 2-3 Minuten liegt, rufe ich meine Hebamme an und bitte sie, zu uns zu kommen.

Fortsetzung folgt...  

Montag, 10. April 2017

Stillen – So klappt es zwischen dir und deinem Baby/s vielleicht etwas besser.

 Hallo liebe Mamas, werdende Mamas und vielleicht auch werdende Papas!

Schon sehr, sehr oft in den letzten 2 Jahren wurde ich um einen Artikel bezüglich des Stillens gebeten. Ich war jedoch immer der Annahme, dass Erstlingsmamas oder generell Mamas, die gerne stillen möchten, aber etwas verunsichert sind, viel zu verrückt gemacht werden. Ich habe immer gesagt, man soll sich in der Schwangerschaft keine Gedanken darum machen bzw. keine Zweifel zu lassen. Stillen ist etwas vollkommen Natürliches und fast jeder Körper ist dazu erschaffen, sein Baby mit Muttermilch eine gewisse oder auch lange Zeit zu ernähren.




Im Laufe der Zeit aber lese ich immer häufiger von traurigen Mamas, bei denen es partout nicht klappen wollte, obwohl sie es sich im Nachhinein sehr gewünscht hätten. Ich bin natürlich auch einfach nur eine Mama und keine Fachfrau, die verschiedene Schulungen besucht oder sich endlos viel darüber belesen hat. Meine (kleinen) Tipps kommen also ausschließlich von meinen eigenen Erfahrungswerten nach zwei Stillkindern.

Das A und O, um das Stillen zu erleichtern, ist in meinen Augen ganz klar eine sehr gute Hebamme. Eine Hebamme, die hinter dem Stillen steht und einfach weiß, was wann und wie zu tun ist.
 Im Idealfall begleitet sie euch schon während der Schwangerschaft. Dann teilt ihr euch das Geburtserlebnis und lasst euch anschließend von ihr im Wochenbett betreuen.

Das Wichtigste, was für das Stillen benötigt, ist Folgendes: GEDULD! Geduld, Geduld, Geduld! Ohne diese wird es nicht klappen. Und wenn ihr es dann noch schafft, trotzdem innerlich die Ruhe zu bewahren und entspannt zu sein, dann ist es auch alles überhaupt nicht schlimm. Oftmals liegt es daran, dass man sich viel zu sehr unter Druck setzt und sich von vielen Geschichten beeindrucken lässt, bei denen es nicht klappte. Denkt nicht nach links und rechts, denkt an euch und vertraut auf euren Körper. Manche Babys können von Anfang an super trinken, andere brauchen ein wenig länger, gibt euren Neugeborenen dann einfach die Zeit.

Ich habe mir zB. nie „für den Fall der Fälle“ Milchpulver gekauft und es anfangs im Schrank stehen gehabt, auch Notfall-Fläschchen gab es hier nicht. Ich war einfach total überzeugt, dass das schon wird. Und es wurde beide Male. Es war erst schmerzhaft, es war nicht immer schön, aber es wurde etwas ganz Besonderes, etwas, dass ich immer wieder ganz genauso machen würde.

Es gibt Frauen, die können dieser Nähe und dieser Verbindung nichts abgewinnen, das ist auch vollkommen in Ordnung. Ich empfand es neben all dem Guten, was ich meinen Mädels mit der Muttermilch gab, immer als ein zusätzlich schönes Gefühl, ein intensives Kuscheln eben, was nur WIR erlebten.

Wenn ihr euch also gerade in der Phase befindet, in der es verdammt noch mal weh tut, haltet durch! Es wird ganz bestimmt besser! Zu einem unabkömmlichen Hilfsmittel dieser Phase komme ich gleich noch.

Was vielen nicht bekannt ist, ein Baby kann wirklich gänzlich falsch angelegt werden. Es ist am Anfang wirklich wichtig, dass ihr euch immer wieder von eurer Hebamme oder eben einer Stillberaterin korrigieren lasst. Gesetz des Falles, ihr legt immer wieder falsch an, kann es passieren, dass die wunden Brustwarzen einfach nicht verheilen wollen. Daher bitte unbedingt darauf achten.

Springen wir nun noch mal zwei Schritte zurück, zurück zur Schwangerschaft. Viel kann man vor der Geburt nicht vorbereiten, aber einiges eben doch und auch das macht den Einstieg dann etwas leichter.

Still-BH, ganz klar unabkömmlich aus meiner Sicht. Da man vorher nicht wirklich weiß, auf welche Größe es hinauslaufen wird, legt euch einfach zwei Günstige und vor allem Bequeme aus dem örtlichen Drogeriemarkt zu. Später könnt ihr euch dann immer noch ansehnlichere und teurere Modelle anschaffen.

Dann gibt es zwei weitere Dinge, auf die ich mit beiden Kindern nicht hätte verzichten wollen und zwar ganz klar von genau diesem Hersteller. Jede Stillmama, die LANSINOH kennt und probiert hat, wird mir sicher beipflichten.




Zum einen sind es die Stilleinlagen. Gerade in den ersten Monaten des Vollstillens werdet ihr sie definitiv benötigten. Natürlich kann man hier auch auf Eigenmarkten der Discounter oder Drogeriemärkte zurückgreifen, aber dann erntet man einfach nicht die gute Qualität. Die Lansinoh Stilleinlagen sind wesentlich dünner, was ganz klar den Vorteil hat, das man sie auch im Sommer bei dünner Kleidung von außen betrachtet nicht sehen kann. Bei den Günstigeren ist es so, dass sie auf gewissen Kleidungsstücken Abdrücke hinterlassen, was dann wirklich unschön aussieht. Zudem haben sie einfach eine wesentlich längere Haltbarkeit, da sie einfach sehr viel Flüssigkeit aufnehmen können. Es ist so, dass die kleinen Stillbabys manchmal Schlafphasen haben, in denen wir sie uns einfach nur wach wünschen, da wir das Gefühl haben, unsere Brustgröße ist gerade nicht der neu gebildeten Milch angepasst. Zu deutsch, man hat das Gefühl, sie würden jeden Augenblick gesprengt. Nicht nur dann kann es immer wieder dazukommen, dass man eben auch Milch verliert. Legt ihr euer Baby an eine Brust an und es hat zuvor eine gewisse Zeit nicht getrunken, so ist es völlig normal, dass aus der anderen Brust die Milch heraustropft. Stilleinlagen sind also wirklich ein Must have und jene von Lansinoh meine persönliche Empfehlung an euch. Nicht, weil das hier gerade Werbung ist, sondern weil ich als baldige Dreifachmama aus meiner eigenen Erfahrung spreche.




Da kommen wir auch direkt zum nächsten Produkt, welches ihr als Schwangere unbedingt vorrätig haben solltet. Brustwarzensalbe! Auch hier hat sich Lansinoh für mich als bestes Produkt herausgestellt. Schon bei meiner großen Tochter im KH wurde mir Lansinoh empfohlen und als kleine Aushilfsportion mitgegeben. Stillen tut nach den ersten wenigen Tage wie gesagt weh, da kommen wir vermutlich einfach nicht drum herum, liebe Mamas. Und da hilft wirklich nur „Zähne zusammenbeißen“, das süße Bündel ansehen und einmal oder auch zweimal ganz tief durchatmen. 

Es vergeht, es wird bei richtigem Anlegen wirklich immer besser. Bei dem einen dauert es länger, bei dem anderen ist es recht schnell vorbei. Sollten eure Brustwarze wund sein, hilft die Brustwarzensalbe ungemein. Die Lansinoh Salbe ist frei von jeglichen Zusatzstoffen, sie besteht zu 100% aus Lanolin und muss daher auch nicht vor dem Stillen abgewaschen werden. Hilfreich ist es hier auch, die Brustwarzen zu Hause mit der Salbe einzureiben und dann immer mal an der Luft zu lassen und sie nicht ununterbrochen mit Stilleinlage in eurem Still-BH einzupacken. Die Wunde kann atmen, trocknet aber nicht aus und heilt so schneller.

Beim - ebenfalls etwas schmerzhaften - Milcheinschuss haben mir Quarkwickel geholfen. Hier einfach eine nicht so schöne Mullwindel nehmen und sie mit Quark einreiben. Das Ganze dann über die Brüste legen. Eine Wohltat! Zusätzlich könntet ihr unter der Dusche auch etwas Milch herausstreichen, falls es nicht anders auszuhalten ist.

Von Lansinoh seht ihr auf dem Foto oben zwei Thermo-Perlen-Kissen, welche der Brustform angepasst sind. Diese kann man sowohl erwärmen als auch kühl anwenden. Diese werde ich bei unserem kleinen Sommerjungen ganz sicher mal testen, bislang kannte ich sie nämlich noch nicht. Vielleicht hat jemand von euch da schon Erfahrung sammeln können? Berichtet gerne mal.

Wenn ihr nun nach den ersten vielleicht eher holprigen Wochen so richtig warm geworden seid, geht es langsam los, dass ihr auch mal draußen stillen wollt bzw. müsst. Zumindest ist es glücklicherweise bei den meisten Stillmamas so, dass sie sich nicht verstecken und das ist auch absolut gut so. Denn das müsst ihr auch überhaupt gar nicht! Also kleinen Tipp hierfür solltet ihr euch unbedingt einige lange Trägershirts zulegen. Am besten welche die etwas länger sind und über den Po gehen, so dass dies auch in Verbindung mit einer Leggings bei Mama kein Problem darstellt. Ein solches Trägershirt solltet ihr einfach immer und überall unterziehen. So benötigt ihr dann wirklich überhaupt keine Stillkleidung, denn ihr schiebt euren Pulli einfach nur hoch und zieht das Trägershirt an der Brust herunter. Darüber eine Mullwindel gehalten und man sieht wirklich gar nichts. Etwas Übung braucht es anfangs, aber das habt ihr sicher schnell raus. Auch eine Bluse oder Strickjacke bräuchtet ihr so einfach nur aufknöpfen, ohne dass ihr dann halb nackt da sitzt.
Im Hochsommer „arbeitet“ ihr dann entweder mit einem großen Mulltuch, welches ihr euch über die Schulter legt oder aber ihr schafft euch dann doch 2, 3 Stillshirts oder Stillkleider an. Ich kam bislang immer ohne Stillkleidung aus, obwohl es da inzwischen durchaus sehr ansehnliche Modelle gibt.

Was ebenfalls wichtig und eigentlich ja selbstverständlich sein sollte, ist, dass das Baby in der Nacht natürlich bei euch liegt. Es ist nicht nur am Anfang durchaus normal, dass die Mäuse stündlich gestillt werden wollen. Zwar in der Regel nicht jede Nacht, aber es gibt halt immer mal wieder solche Nächte. Am besten eignet sich hier ein Beistellbettchen in einer Maxi-Größe. Die Üblichen könnt ihr nämlich nach 3 Monaten verkaufen, da sie dann zu klein sind. Bei Amazon habt ihr eine tolle Auswahl!

Ganz am Anfang haben beide Babys oft nächtelang auf meiner Brust oder direkt neben mir geschlafen. Das Beistellbett diente da nur meinem nächtlichen Wickelplatz. War aber total praktisch, da es wirklich nie einen Grund gab, aufzustehen. Obwohl, wenn Heißhunger auf Schokolade durchkam, bin ich sogar aufgestanden. ;-)

Nun, dieser Text reicht natürlich bei weitem nicht aus, um nun jeder Mama das Stillen zu ermöglichen, ganz klar! Es soll nur eine kleine Hilfestellung und Unterstützung neben eurer Hebamme sein. Vielleicht ist es für den einen oder anderen unter euch hilfreich, wenn auch nur als klitzekleine Stütze! 

Es würde mich sehr freuen!

Liebe Grüsse
Julia 

*** W E R B U N G * * *

Montag, 13. März 2017

Wunschbaby Nr. 3 - Tagebuch bis zur 12. SSW


Da hielt ich es nun in meinen Händen. Ein Ultraschallbild, welches eindeutig besagte, dass sich ein drittes Wunder auf den Weg zu uns machte. Voller Emotionen freute ich mich wie verrückt auf die kommenden Wochen und Monate. Noch hatte ich nicht vergessen, wie schlecht es mir anfangs in der zweiten SS ging, aber ich war zunächst positiv, dass es dieses Mal besser werden würde. Ich war nun in der 7. Schwangerschaftswoche. In den letzten zwei Wochen gab es schon ein paar wenige Momente, in denen mich die Übelkeit begrüßte, aber es war wirklich minimal. Das sollte sich bald ändern.

Da meine allererste Schwangerschaft in einem Frühabort endete, plagte mich zunächst mehr die Angst, es würde sich womöglich noch einmal wiederholen. Schließlich, so sagte ich mir, sei es schon großes Glück, daraufhin zwei komplett komplikationsfreie Schwangerschaften und Geburten erlebt zu haben. Ein wenig fühlte es sich so an, als würden wir das Glück herausfordern.

Doch mit jedem weiteren Schwangerschaftsanzeichen, fühlte ich mich wohler und irgendwie „sicherer“. Ehrlich gesagt erinnere ich mich schon gar nicht mehr so genau, welche Anzeichen es zu diesem Zeitpunkt waren, Aber ich Weiß, dass ich ziemlich früh bei jeder kleinsten Anstrengung aus der Puste war. Das ist bis heute (20.SSW) so geblieben bzw. hat sich inzwischen noch etwas gesteigert.

Ab der 8./9. Woche überkam sie mich dann doch. Die Übelkeit war ein täglicher Begleiter, mal mehr, mal weniger. Ich litt unter Appetitlosigkeit, aß wochenlang keine Süßigkeiten. So etwas ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert. ;-) Aber mit Schokolade konnte man mich wirklich jagen. Obst und Gemüse, das klappte am besten. Übergeben musste ich mich kein einziges Mal, das machte es jedoch nicht besser. Denn manchmal hatte man den Wunsch danach, in der Hoffnung, es würde danach besser werden.
Hinzu kam eine unbeschreibliche Müdigkeit in Verbindung mit elendiger Antriebslosigkeit. Und bei alledem natürlich immer eine fast 2-jährige Maus zu Hause. Aber sie machte das ganz toll. Ich gestehe, dass ich am Vormittag manchmal einfach auf der Couch einschlief. Ich konnte mich einfach nicht wach halten. Tatsächlich konnte ich sie dann mit Spielzeugen und dem laufenden Kinderprogramm im TV „beschäftigen“.  Keine Sorge, ich schlief nie länger als 20 Minuten, aber ich konnte mich in manchen Momenten einfach nicht wach halten und zum Rausgehen fehlte manchmal einfach die Motivation, so schlapp fühlte ich mich. Nun ja, es gab dann so ab der 10./11. Woche auch mal vereinzelnd Tage, an denen ich mich so richtig unschwanger fühlte. Kennt ihr das?

Ich bin dann eine von denen, die sich selbst bei der dritten SS noch verrückt machen und anfangen bei Google zu suchen, ob das normal wäre. :-P An diesen Tagen wünschte ich mir – völlig irrsinnig – immer meine Übelkeit herbei. Sie war für mich immer ein Zeichen, dass sich etwas tut und das dort weiterhin etwas wächst. Auch wenn ich weiß, dass das nicht immer ein sicheres Zeichen ist, mir tat der Gedanke gut.

Anfang Januar kam dann irgendwie der Punkt, an dem ich voller Überzeugung abstillen wollte. Unsere Kleine war gut 22 Monate alt und ich denke, die Natur hat dem Ganzen dann einen Anstoß gegeben. Unschwanger wäre ich es vermutlich nicht konsequent angegangen, dabei war es wirklich nicht halb so schlimm wie erwartet. Aber es war einfach der perfekte Zeitpunkt, so dass es uns beiden dann irgendwie leicht fiel. Mir sicherlich mehr als ihr, aber es gab ihrerseits tatsächlich keine einzige Tränen, dabei hatte ich mit einem Tränenmeer gerechnet. :-O  Ich blicke heute mit einem totalen Wohlgefühl an diese kurze Abstillphase zurück und habe sie zu keinem Zeitpunkt bereut, aber nun zurück zur Schwangerschaft.

Nach und nach merkte ich zu dieser Zeit, dass es mir total gut tat, draußen zu sein. Bei Minusgraden raffte ich mich immer öfter auf und verbrachte auch mal Vormittage draußen. Kam man dann wieder rein und atmete die warme Heizungsluft ein, ging es oft gleich wieder rapide bergab. Da musste ich dann daran denken, wie schlimm es für mich im Hochsommer 2014 war. Dort befand ich mich nämlich in der Frühschwangerschaft mit dem Babymädchen und mit frischer Luft war bei gewissen Temperaturen nicht viel. So würde ich also rückblickend sagen, dass es mir dieses Mal – einfach wetterbedingt – ein wenig besser ging als damals.

Ich sehnte es so herbei, dass diese doch schwierigen Wochen ein Ende nahmen. Alles würde besser werden, die Übelkeit verschwindet und man darf es endlich in die Welt hinausschreien. Ich fand es furchtbar, es nicht direkt jedem sagen zu können. Trotz alledem fühlte es sich besser so an. Wobei ich auch verstehen kann, wenn manche es direkt allen sagen. Aber nein, für uns war die andere Variante die Bessere. Irgendwie bin ich da vielleicht ein bisschen abergläubisch und rede mir immer ein, es würde Pech bringen, alle direkt einzuweihen, ist natürlich Blödsinn.

Langsam näherte ich mich meinem Arzttermin in der 12. SSW. Hach, das war toll. Ich zählte die Tage und Nächte, bis es eines Morgens so weit war und wir uns zu auf den Weg machten. Wir waren in dem Fall das Babymädchen, der Papa und denn die Grosse – noch Ahnungslose – war in der Schule.

Ich hatte ein absolut gutes Gefühl, trotzdem bleibt immer ein wenig Angst. Als ich dann endlich auf dem Bildschirm sah, wie groß das Würmchen war, dass es zappelte und das kleine Herzchen schlug, war ich unbeschreiblich glücklich. Auch der Papa durfte natürlich mitgucken und grinste über beide Ohren.

Nun war die „kritische Zeit“ also überstanden, ich hoffte auf körperliche Besserung und freute mich tierisch darauf, es nun endlich der großen Schwester zu erzählen. Direkt nach dem Termin machten wir uns auf den Weg zur Schule...


Fortsetzung folgt....

Montag, 20. Februar 2017

GASTARTIKEL . Die Erwartung eines Mädchens, welches ein Junge wurde.

Mit diesem Artikel versuche ich mir von der Seele zu schreiben, was ich nicht aussprechen kann. 
Ende Juli erfuhr ich, dass der Zauber ein zweites Mal bei uns eingezogen ist und wir Baby Nummer 2 erwarten würden. Von Anfang an verlief die Schwangerschaft anders als die erste. 

Der erste Termin bei meiner Frauenärztin war alles andere als erwartet. Natürlich hofft man, dass alles gut ist, dass diese Schwangerschaft reibungslos verläuft und man die Unsicherheit, die Angst und die Sorge schnell verliert. Doch es kam anders als gedacht und anders als erwartet. 

Ein Ultraschall wurde gemacht. An der plötzlichen Ruhe und Konzentration meiner Ärztin erkannte ich, dass etwas nicht stimmt: "Frau R, sie können dieses Baby jederzeit verlieren. Ich möchte Ihnen keine Angst machen, aber ich möchte Sie vorbereiten." Dieser Satz wohnt noch heute tief in meinen Gedanken und hat sich als schlimme Erinnerung eingebrannt. 
Ein Hämatom hatte sich direkt an unserem Baby gebildet und es gab genau 3 Möglichkeiten: Endweder alles verlieren oder das Hämatom löst sich und das Baby bleibt oder aber beides behalten. Der Gedanke, dass einer dieser Optionen den Abgang unseres Babys bedeuten würde, war der Schlimmste. Ich war verunsichert, ich hatte Angst und ich war auf der Hut. Jeder Tag, der ruhig verlief war wie ein Segen, war gefühlt doch wieder ein Stückchen geschafft. 

Die Wochen und Termine zogen immer ein Gefühl der Angst, des Bangens und der Ungewissheit mit sich. Das erste Trimester gab es daher auch einen 2-Wochen-Rhythmus, was die Termine betraf.  Das Hämatom blieb und unser Baby auch. Nachdem die 12. Woche überstanden war, wurden wir ruhiger, dennoch blieb die Angst. 

In der 22. Woche dann das Outing. Ich war unheimlich aufgeregt und gespannt.

Ein Mädchen. Ein kleines süßes Mädchen. Tatsächlich! Die Freudentränen waren nicht mehr zurückzuhalten, da dieses Baby das Letzte sein soll. Umso größer also die Freude, dass es für unseren Erstgeborenen eine kleine Schwester geben sollte. In dem Moment fühlte ich mich komplett, meine kleine Familie fühlte sich komplett an. Der Wunsch nach einer Tochter war bis dahin so stark, dass dieses Outing mich völlig aus der Bahn warf und all meine Gefühle überhand nahmen. 

Ich habe eine kleine Schwester und ihre Sachen schon im Keller gelagert, die nicht mehr benötigt wurden, nur für den Fall, es kommt ein Mädchen bei uns nach. Ihr könnt euch sicher denken, wie schnell die Kartons ausgepackt, gewaschen, gebügelt und einsortiert waren. Ihr Name war schnell klar. In dieses Kinderzimmer zu gehen, die Schränke zu öffnen und zu sehen, dass ein Traum wahr wird, es war unbeschreiblich. 

Die Zeit verging gefühlt .... gar nicht. 

Ich konnte es nicht abwarten bis sie endlich da war und unsere kleine Familie auf eine unglaubliche Ar komplett machen sollte.

In der 26. SSW wurde ich mit unglaublichen Nabelschmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert. Verdacht auf Plazenta-Ablösung. Ein Schock. Was für einer! 14 Wochen zu früh, das geht einfach nicht. Während des Ultraschalls habe ich am ganzen Körper gezittert. Aus Angst, vor Aufregung und vor lauter Schmerzen. Es tat wirklich höllisch weh, es war mit keinen Wehen zu vergleichen. Die Oberärztin sag es mir ganz deutlich und ließ nicht viel Spielraum - Überlieferung in eine Spezialklinik. 

Der Verdacht wurde nicht bestätigt. Woher diese Schmerzen kamen, weiß ich bis heute noch nicht. Es wurden etliche Ultraschalls gemacht. Nach 2 Tagen durfte ich nach Hause. Zufrieden war man irgendwie nicht. Wie auch, man fährt in ein Krankenhaus in der Hoffnung, dass geholfen wird und man kommt raus und weiß gar nix. Im Gegenteil, man ist verunsichert, ob man alles richtig macht und ob man sich nicht überanstrengt o.Ä.. 

Meine Frauenärztin fand auch in ihren Nachuntersuchungen nix, also lief die Schwangerschaft "normal" weiter und ich durfte wieder arbeiten gehen. Ein Beschäftigungsverbot wollte sie mir bis zur 34. SSW einfach nicht zusprechen. :-( (3 Tage vor Mutterschutz-Beginn stellte sie es dann endlich aus. Ich fühlte mich aufgrund der vielen Beschwerden überhaupt nicht fair behandelt und absolut missverstanden, hätte ich doch schon viel eher zu Hause bleiben wollen.)

Februar - 34. SSW

Unser Großer wurde nachts wach, weinte, wollte zu uns ins Bett. Er kam zu uns und wir mussten zeitgleich zur Toilette. Mein Freund ging gerade wieder die Treppe rauf, als ich ihm zurief, er solle sofort den Krankenwagen rufen. Ich habe so etwas noch nie in seinem Gesicht gesehen. Er hatte natürlich unheimlich Angst. Um seine Tochter und um mich. Ich war voller Blut. Ich wusste nicht, was ich machen soll. Stehen bleiben, hinlegen? Ich legte mich auf die Couch. Während wir auf den Krankenwagen warteten, packte er mir alles zusammen. Mein Freund war bis dato sehr zurückhaltend, wenn es darum ging, meinen Bauch anzufassen. Er liebt seine Kinder über alles, aber das Gefühl, zu spüren, dass etwas aus meinem Bauch tritt, jagte ihm riesigen Respekt ein. In dieser Nacht tat er etwas und ich habe es noch in Erinnerung, als wäre es gestern gewesen. Er legte seine Hand auf meinen Bauch und sprach unserer Tochter zu, dass alles gut werden würde und das Papa sie liebt. Mit der Geburt unserer Kinder, trotz der Umstände, war das ein wahnsinnig schöner Moment, den ich mir sehr gerne zurückrufe. Natürlich hat es gefehlt, dass der Papa den Bauch berührt. Wem würde es nicht fehlen? Aber ich verlange nix, wenn es sich nicht gut anfühlt. Dieser Moment in dieser Nacht war etwas Einmaliges, aber so wahnsinnig intensiv. 

Die Fahrt ins nächste Krankenhaus war die schlimmste meines Lebens. Was nicht zwingend an der Tatsache liegt, wie ich erwacht bin. Einen so uneinfühlsamen Notarzt habe ich noch nie gesehen. Er versuchte mich wohl mit den Worten "Ich will direkt ins nächst gelegene Krankenhaus, ich will erstmal wissen, ob das Kind noch lebt. " zu beruhigen. Ihr könnt euch vorstellen, dass meine Tochter in diesem Moment keine Anstalten machte sich zu bewegen, um mir zu signalisieren, sie wäre noch da. Innerlich bat ich sie immer wieder, bitte beweg dich, bitte, bitte zeig mir, dass du noch da bist.

Kaum im Krankenhaus angekommen dann der erlösende Ultraschall. 

SIE LEBT!

Aufgrund von Wehen bekam ich direkt einen Wehenhemmer und die erste Lungenreife gespritzt. Da unser Krankenhaus nicht für derart frühgeborene Babys geeignet ist, erfolgte die Verlegung in die Uniklinik - mitten in der Nacht. Meinen Freund hielt ich natürlich auf dem Laufenden. Er hatte sich mit unserem Großen auf die Couch verzogen, da der nach dieser Nacht -ktion wohl nicht mehr einschlafen konnte. Auf eine gewisse Art und Weise wird er sicher gespürt haben, dass etwas nicht in Ordnung ist. 

Die Nacht blieb ruhig und ich kam auf Station. Woher die Blutung kam? Die Ärzte "tendieren" dazu , dass sich das Hämatom gelöst hat. Ich war gereizt. Wie kann es sein, dass man bei etlichen Ärzten in Krankenhäusern ist und ständig wird nur "tendiert" und "geraten"? Mich machte es wirklich sauer.

Am frühen Morgen wollte der Oberarzt einen weiteren Ultraschall durchführen.  Mit einem Lächeln im Gesicht und den Worten "Ein Mädchen!" beantwortete ich ihm die Frage, ob ich das Geschlecht schon wüsste. Schließlich war  ich bis zu dem Zeitpunkt bei 4 verschieden Geräten und Ärzten in der Zeit vom Outing bei meiner FA.

Und dann war es da, das Bild. Dazu die Aussage: "Frau R., es tut mir leid, aber das wird zu 99,9% ein Junge!".

Ihr könnt euch nicht vorstellen. was in diesem Augenblick in mir passierte. In mir ist etwas zerbrochen, ich war wie erstarrt. Du stellst dich 12 Wochen auf ein Mädchen ein, du gibst ihr einen Namen, du hast die Wände rosa gestrichen und die Kleidung in den Schrank gelegt. 

Was war da passiert ? Wie kann es sein, dass man so oft an den Geräten hängt, man immer von einer Tochter spricht und keiner dir sagt, dass es ein Sohn wird? Zurück im Zimmer bat ich meinen Freund zu mir zu kommen. Ich sagte es ihm nicht am Telefon. Könnt ihr euch sein Gesicht vorstellen? Ich hab es noch vor Augen. Er ist kein Mann der vielen Worte, in dem Fall musste er nix sagen. 
Ich glaube, er hat 1 Woche nicht wirklich drüber reden können, hat sich aber sehr schnell umgestellt. Die Freude, dass es seinem Sohn gut geht und er sich noch in Sicherheit befindet, zeigte sich schnell. 

Ich aber kämpfe an manchen Tagen heute noch damit. Nach unserem Sohn kamen in unserem Bekanntenkreis nur Mädchen auf die Welt. Ist es Schicksal? Ist es Karma? Ich habe an mir selbst gezweifelt. Warum passiert sowas mir ? Mir?! Ich bin da, wenn mich jemand braucht, ich betreue meine Freundinnen und helfe ihnen, wo ich kann, wenn sie Fragen haben bei ihren ersten Kindern. Hab ich ein Mädchen nicht verdient?

Unser zweiter Sohn ist jetzt 9 Monate alt und soll ich euch was sagen? Es ist wunderschön, genau so wie es ist. Er hat mir gezeigt, wie leicht, wie schön und wie vollkommen man sich fühlen kann. 

Er ist auf eine Art ganz besonders. Ich habe eine Verbindung zu ihm, wie ich sie nie erwartet hätte. Sein großer Bruder war ein sog. Schreibaby und liebe Julia, zeitgleich möchte ich dir für deinen Artikel (KLICK!) danken. Der, in dem es darum geht, ob man sich sein Traumbaby backen kann. Ich habe ihn mir zu Herzen genommen und unserem Sohn einen Start ermöglicht, der nicht ruhiger hätte sein können. Es war keine Hausgeburt, aber eine Ambulante mit viel Ruhe und einem WochenBETT, so wie es sein sollte. Ich habe mir eine Tochter gewünscht, eine Tochter erwartet, aber dieser kleine Junge macht unsere Familie auf seine Art komplett, wie es kein Mädchen gekonnt hätte.

A.

Dienstag, 31. Januar 2017

Alle guten Dinge sind bekanntlich drei - Unser Augustbaby.

Hallo ihr Lieben!

So recht weiss ich gar nicht, wo ich anfangen soll, habe ich doch so viel zu erzählen. Ich beginne mal ganz von vorn. Nach der Geburt des kleinen Babymädchens - im Februar 2015 - war uns klar, wenn drei Kinder, dann in weiter Ferne, vielleicht wieder in 4 - 5 Jahren. Der Gedanke gefiel uns beiden. Auch war absolut nicht ausgeschlossen, dass wir uns mit zwei Kindern rundum glücklich und vollständig fühlen werden.

Der Altersabstand zur grossen Schwester beträgt bekanntlich 5 Jahre und nach wir vor lieben wir ihn. Er macht gefühlt alles so entspannt und einfach. Die grosse Schwester, nun schon 7 Jahre alt, ist natürlich auch mal genervt, aber die Verbundenheit der Mädchen ist wirklich sehr, sehr eng. Nicht selten sitzen sie zusammen im Zimmer der Grossen und spielen. Nach wie vor ist die Grosse sehr bemüht, dass es ihrer kleinen Schwester gut geht. Tut die Kleinste sich weh oder Mama schimpft, ist die Grosse SOFORT zu Stelle und spendet von Herzen kommenden Trost. Die Zwei zu beobachten ist für uns als Eltern einfach schön. Natürlich muss ich auch zugeben, dass die Grosse zudem oftmals eine kleine Hilfe ist, was in gewissen Situationen natürlich auch ebenfalls von Vorteil ist.




Dieser Altersabstand und das - insbesondere im ersten Jahr - auffallend entspannte Gemüt der Kleinen ließen uns immer häufiger von einem weiteren Kind sprechen. Als wir dann im letzten Jahr eine tolle Zeit auf Sardinien hatten, war es irgendwie klar. Wir sprachen mehr und mehr von einem weiteren Geschwisterchen, auch weil wir das Gefühl haben und hatten, dass es für die Kinder unter sich eine grosse Bereicherung ist.

Die eigentlich für mindestens 4 Jahre gedachte Hormonspirale (Oh Gott, ist das jetzt sehr privat? :-O) hatte ihren Dienst einige Monate später getan und sollte vorzeitig weichen.

Wisst ihr, wir reisen und unternehmen sehr gerne sehr viel. Und die Vorstellung, irgendwann alles gemeinsam machen zu können, war einfach schön. Also gemeinsam, damit meine ich zB der Verzicht auf das Babybecken. Die Vorstellung, dass wir zu fünft die grossen Wasserrutschen nutzen und Spass haben können und das ganz ohne uns als Familie stets aufteilen zu müssen. Hätten wir nun noch weitere 2, 3 Jahre gewartet, hätte man wieder von ganz vorne beginnen müssen. obwohl man längst hätte weiter sein können, wisst ihr, wie ich das meine? Ich freue mich natürlich ganz klar auf eine wundervolle Zeit der Schwangerschaft, auf die Geburt und auf das Babyjahr. Aber die Freude auf die Zeit danach ist bei uns eben mindestens genauso gross. Freude auf das Verreisen mit größeren Kindern, auf das Zusammenleben mit ihnen. Ja, das waren so Auszüge unserer Gedanken, warum wir uns für diesen Altersabstand entschlossen haben. Abgesehen davon ist ja auch irgendwie eine kleine Herausforderung und was wäre das Leben schon ohne neue, fordernde und spannende Aufgaben.

Das Minimum als Altersabstand waren für uns 2,5 Jahre. In meinen Gedanken war die Kleine dann trocken, konnte mitteilen, wenn sie irgendwo Schmerzen hat, wird nicht mehr gestillt und auch die Nächte sollten in unseren Gedanken bis dahin besser sein. ALL DAS hat sich sogar SCHON JETZT ergeben. Das Abstillen erfolgte während der ersten 12 Wochen der Schwangerschaft. Es war kurz, schmerzlos und nicht halb so wild, wie erwartet. Es verlief ohne eine einzige Träne.
Die Nächte sind seitdem wesentlich (!) besser. Wenn sie nicht gerade krank war, schlief sie seither entweder durch oder wurde einmal wach, um sich selbst an ihrem Wasser zu bedienen oder sich an Mama zu kuscheln. Danke, lieber Herr, dass du uns diese Verschnaufpause gönnst. ;-)
Auch das "Trocken werden" ergab sich im Laufe der Schwangerschaft. Man könnte meinen, die Kleinen haben Antennen dafür. :-) Schliesslich haben wir keinen Tag lang geübt, um windelfrei zu werden. Es kam wirklich komplett von ihr alleine, dass sie plötzlich auch auf die Toilette gehen wollte. Bisher verlief es Tag und Nacht unfallfrei und das seit knapp 2 Wochen.

Ich sagte ja gerade, dass der minimale Abstand 2,5 Jahre waren, sie wird nun im Februar 2 und der voraussichtliche Entbindungstermin liegt im August. Ihr dürft nunmal nachrechnen, wie lange es trotz des (nicht wenigen) Stillens dauerte, bis ich schwanger wurde. ;-)

Ok, das Folgende ist jetzt nur etwas für Kenner: Ich bin nämlich eine von den ganz Verrückten, die anfangen an ES + 9/10 zu testen. Ich weiss, dass das nicht gerade sinnvoll ist, aber Ungeduld ist einfach mein zweiter Vorname. Ich war mir schon an ES + 8 ziemlich sicher, dass es geklappt haben muss. Da gab es so viele Anzeichen, auch wenn man sich die im ersten Monaten ggf. einbilden könnte, mein Gefühl war durchweg positiv. An ES + 9 oder 10 war dann bei wirklich seeehr genauem Hinsehen (Meine liebe Freundin I., ich muss jetzt innerlich laut lachen und an unserer Auswertungen denken! :-D Frauen! ;-)) eine ganz, ganz schwache Linie erkennbar.

Als ich dann wirklich sicher sein konnte und auch Tag X vorüberging, rief ich zunächst meine Hebamme an. Es war mir SO wichtig, dass sie mich erneut bei allem begleiten wird, dass ich sicher gehen wollte, noch einen Platz bei ihr zu bekommen. Gesagt, getan.

Gute 2 Wochen später war ich dann das erste Mal beim Arzt, um die Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Überglücklich verliess ich das Wartezimmer mit dem Wissen, das da erneut ein knapp 3 mm klitzekleines Herzchen in mir schlug, welches ich an diesem Tag zum ersten Mal sehen durfte...

Fortsetzung folgt...